Fundtier - was ist zu tun?

Für die Verwahrung einer Fundsache (dazu gehören rechtlich gesehen auch Fundtiere) ist die Gemeinde / Stadt zuständig, die meist das örtliche Tierheim mit der Versorgung solcher Pfleglinge beauftragt.  Der Tierschutzverein Straubing u.U. e.V. hat mit den Landkreisgemeinden des Landkreises Straubing-Bogen und der Stadt Straubing folgende Vereinbarung getroffen:

Der Verein nimmt Fundtiere (Haustiere) aus dem Landkreis Straubing Bogen und der Stadt Straubing auf. (Fundtiere aus angrenzenden Landkreisen nur in Abstimmung mit benachbarten Tierschutzvereinen).

Grundsätzlich sind die Gemeinden / die Stadt für den Transport der Tiere von der jeweiligen Fundstelle bzw. Abholstelle zum Tierheim zuständig. Zu den üblichen Geschäftszeiten des Straubinger Tierheimes können die Tiere auch durch den Finder direkt beim Tierheimpersonal abgegeben werden.

Bei Gefahr in Verzug für Mensch und/oder Tier ist durch den Finder ggf. die örtliche Polizeidienststelle einzuschalten.  Außerhalb der Öffnungszeiten des Tierheimes Straubing stehen geeignete Räume für die Abgabe von Fundtieren zur Verfügung. Deren Nutzung kann durch den Finder nur in Verbindung mit der Polizei erfolgen.

Soweit die personelle Situation des Tierheimes es zulässt und ein geeignetes Transportfahrzeug verfügbar ist, unterstützt das Tierheim beim Transport.

Es ist lobenswert, wenn sich Tierfreunde um Fundtiere kümmern. Aber es gibt einige Punkte zu beachten, um sicherzugehen, dass man durch die "Adoption" eines Tieres keinen bereits vorhandenen Besitzer unglücklich macht. Schlimmer noch, das Behalten eines Fundtieres, das bereits einen Halter hat, erfüllt den strafrechtlichen Tatbestand der Fundunterschlagung.

Wichtig ist es auch zu unterscheiden zwischen  echten Fundtieren (d.h. Haustieren wie Katzen, Hunden, Meerschweinchen, Schildkröten  etc.) und Wildtieren. Letztere sind rechtlich gesehen keine Fundtiere, auch wenn sie verletzt sind oder es sich um Jungtiere handelt.

 

Achtung:  Vorsicht ist vor allem geboten bei „Jagdbarem Wild“ (z.B. Rehe, Kaninchen, Füchse, Schwäne Wildenten etc.). Solche Wildtiere, dürfen grundsätzlich nicht vom Fundort entfernt werden, weil sie dem jagdrechtlichen Aneignungsrecht unterliegen. Das wäre sonst strafbare "Wilderei". Daher ist in einem solchen Fall umgehend der Jagdberechtigte zu informieren. Ist er nicht bekannt oder erreichbar, ist die Polizei zu benachrichtigen.

 

Für das jeweilige Vorgehen bitte die Anlagen beachten!